Die genauen Ursachen der Zwangsstörung sind noch nicht vollständig bekannt, doch es wird angenommen, dass genetische, biologische und umweltbedingte Faktoren bei ihrer Entstehung eine Rolle spielen.
Ursachen der Zwangsstörung
Forschungsarbeiten zur Zwangsstörung heben folgende Erkenntnisse zu den Ursachen der Erkrankung hervor:
- Genetische Veranlagung: Menschen, in deren Familie eine Zwangsstörung vorkommt, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, selbst daran zu erkranken. Dies deutet darauf hin, dass genetische Faktoren bei der Entstehung einer Zwangsstörung eine Rolle spielen können.
- Gehirnchemie: Bei Menschen mit einer Zwangsstörung wurden Auffälligkeiten im Gleichgewicht von Neurotransmittern wie Serotonin im Gehirn beobachtet. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Angst und Verhalten spielt.
- Gehirnstruktur: Es gibt Hinweise darauf, dass bei Menschen mit einer Zwangsstörung bestimmte Gehirnregionen anders arbeiten als normalerweise. Insbesondere wurden funktionelle Veränderungen in den Verbindungen zwischen den Basalganglien und dem orbitofrontalen Kortex festgestellt.
- Umweltfaktoren: Traumatische Erfahrungen, belastende Lebensereignisse oder schwere Infektionen in der Kindheit (z. B. eine Streptokokkeninfektion) können bei der Entstehung einer Zwangsstörung eine Rolle spielen. Zudem wird angenommen, dass Kinder perfektionistischer oder überbehütender Eltern ein höheres Risiko haben könnten, eine Zwangsstörung zu entwickeln.
Welche Symptome hat eine Zwangsstörung?
Die auffälligsten Symptome einer Zwangsstörung sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die gemeinsam oder einzeln auftreten können. Diese Symptome können den Alltag der betroffenen Person erheblich beeinträchtigen. Zu den Symptomen einer Zwangsstörung gehören:
- Unerwünschte, belastende und ständig wiederkehrende Gedanken,
- Ständig wiederholte Verhaltensweisen, um diese Gedanken unter Kontrolle zu bringen,
- Übermäßige Sorge darüber, ob diese Verhaltensweisen notwendig sind,
- Beeinträchtigung alltäglicher Aktivitäten durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen,
- Nur vorübergehende Erleichterung trotz ausgeführter Zwangshandlungen.